03. September 2009

Wakeboarding in der Schweiz (Switzerland)

Wakeboarding in der Schweiz

Genauer gesagt Wakeboarding in Zürich auf dem Zürich See. Wir hatten Euch in einem unserer Interviews Fidel Stöhlker begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting vorgestellt. Fidel Stöhlker lebt in Zürich und hatte uns bei seinem letzten Besuch in Berlin spontan zum Wakeboarding in der Schweiz, genauer auf dem Zürich See, eingeladen. Wie sollte man das Wakeboarding in der Schweiz bewerten? Im Interview mit WAKETOWN erzählt Fidel, dass man anders als auf den Seen in Deutschland keine festgelegten Wasserski/Wakeboard-Strecken hat, vielmehr kann man überall auf den Seen der Schweiz Wakeboarden. Das klingt klasse, oder? Aber der Vorteil kann auch ein Nachteil werden, wenn man sich zur gleichen Zeit mit allen anderen den See teilen will und muss. Dies mussten wir am eigenen Leib erfahren. Beim herrlichsten Sonnenschein und Temperaturen um die 30° Grad war alles, was einen Kiel hatte, auf dem Zürich See. Die Wellen kamen von allen Seiten. Man dachte, die Wellen sind vorbei und suchte sich ein Fleckchen mit glatten Wasser aus, und schon waren sie wieder da, die ungeliebten Roller, die man erst erkennt, wenn es schon zu spät ist. Also, was macht man in dieser Situation? Man packt den Wakesurfer aus und surft eine Runde mit dem Wakesurfer auf dem Zürich See. Das Ganze klingt zwar nicht allzu spannend, aber man kann den Throttle umlegen und Vollgas geben, anders als in Deutschland, wo man höchstens auf der Seemitte gerade mal 25 Stundenkilometer Gas gegen kann. Doch wehe man fährt mit dem Boot zu dicht an die Uferzone, dann kann es in der Schweiz ganz schnell teuer werden.
Der Spaß kostet einen dann zwischen 200 und 250 Schweizer Franken, umgerechnet sind das zur Zeit etwa schlappe 160 Euro. Und da versteht die Wasserschutzpolizei keinen Spaß, also immer mindestens 300 m Abstand zum Ufer halten.
Was heißt das nun für einen Wakeboarder, der bei perfekten Bedingungen rocken möchte? „Früh aufstehen“, so lauten die Zauberworte. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Aber bei allem Eifer bitte nicht zu früh. Erst ab 8:00 Uhr geht es mit dem Wakeboarding auf dem Zürich See los, genau wie mit allen anderen Wassersportarten, die an einem Motorboot betrieben werden können. Wenn man diese Hürde genommen hat, kann es losgehen. Wir waren die Ersten auf dem Zürich See und uns stand eine rund 40 km lange Wakeboardstrecke zur Verfügung –herrlich – göttlich – fantastisch!!! So stellt man sich das in der Schweiz mit dem Wakeboading vor, einen See und ein Boot. Nach und nach kamen auch die anderen Wakeboardboote der Wakeboard-Academies, die es rundum den Zürich See gibt. Auf Grund der Größe des Zürich Sees konnte man sich kurz mit Handzeichen abstimmen, in welche Richtung man fährt, um sich nicht in die Quere zu kommen und den ungeliebten Wellenschlag zu vermeiden. So sollte das immer sein auf allen Seen, denn wir wollen ja alle perfekte Bedingungen beim Boarden haben. Oder?

www.Wakeboardacademy.com am Zuerichsee
Wer einmal in Zürich ist und Lust aufs Wakeboarden hat, schaut am besten einfach mal bei der Wakeboardacademy in Wollishofen oder Wakeboradschule in Tiefenbrunnen die Wake and Ski vorbei. Die haben die besten Boote wie Super Air Nautique 210, Super Air Nautique 230, MasterCraft X Star, sowie MasterCraft X 2. Man bekommt den ganzen Stuff zum Wakeboarding gestellt.
Also nicht nur einen ganzen See, sondern auch das Beste vom Besten für eine unvergessliche Session auf dem Zürich See. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spaß und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Gegen 10:30 Uhr waren wir mit dem Wakeboarding durch und freuten uns schon auf ein schönes Frühstück mit einem fantastischen Blick über den Zürich See. Noch ein Wort zum Betanken der Boote. In der Schweiz gibt es zahlreiche Wassertankstellen. Das ist eine super Sache, keine Kanister schleppen und der Umwelt tut dies auch ganz gut, weil die Betankung der Boote in abgetrennten Wasserbecken erfolgt, die mit Saugfiltern ausgestattet sind, falls doch mal ein Tropfen Benzin ins Wasser gelangen sollte. Dies ist gut für die Umwelt. Die deutschen Umweltpolitiker könnten sich daran ein Beispiel nehmen, denn hierzulande werden nach und nach Wassertankstellen geschlossen.

Wir danken Fidel Stöhlker für die Einladung zum Wakeboarding in der Schweiz und einer tollen Session auf dem Zürichsee….

Riderin Nadine auf dem ZuerichseeRider Thomas Wakeboarding auf dem ZuerichseeBoatsdriver Thomas freut ueber spiegelglattes Wasser auf dem ZuerichseeRider Fidel Stoehlker mit Method Grab auf dem ZuerichseeRider Sven Butterslide auf dem Zuerichsee

2 Kommentare

1. Thomas schrieb am 05. September 2009 um 09:49

Hi Sven,
super netter Artikel :-)
Viele Grüße
Thomas

2. Waketown Berlin » Wakeboarding Event zum Zürich-Fest 2010 schrieb am 06. Juli 2010 um 11:57

[…] Zürich, eigentlich eine ruhige Stadt am Zürichsee, kann auch anders. Alle 3 Jahre wird dort das größte Stadtfest der Schweiz mit bis zu 2 Millionen Besuchern gefeiert. Konzerte im Park, Showeinlagen, Freestyle Motocross, Riesenfeuerwerke und die Flugshow der Schweizer Armee lockten jede Menge Anwohner und Touristen bei schönstem Wetter an den See. Und erstmals konnte dort am Zürifäscht 2010 vom 02. – 04. Juli eine besondere Attraktion präsentiert werden. Zwischen Rathaus- und Münsterbrücke wurde auf der Limmat eine mobile 2-Mast Wakeboardanlage der Fa. Rixen montiert. Damit stand eine 240 Meter langen Fahrstrecke für einheimische und internationale Wakeboarder zur Verfügung, um ihr Können und ihren Style zu präsentieren. Slider, Kicker, A-Frame und Boxen – für jeden Geschmack war etwas dabei. Mit Phillipp Thiele und Janick Otto gingen sogar ein paar Nachwuchstalente aus dem Berliner Umland an den Start. Bei den Qualifikationsläufen Freitag und Samstag stellte sich dann schnell die Überlegenheit der deutschen Wakeboarder heraus. Da es in der Schweiz nur eine einzige Wakeboardanlage mit Cable gibt, konnten sich die Schweizer Teilnehmer, die eher Erfahrung am Boot haben, nicht für die Finals qualifizieren. So war es dann nicht weiter verwunderlich, dass der amtierende Europameister Dominik Gührs mit hohem Vorsprung den ersten Platz erreichen konnte. Sehr knapp wurde dagegen die Entscheidung zwischen dem zweitplatzierten Benjamin Sae-Chong und dem Dritten Tobias Dammith. Bei den Frauen überzeugten Mona Stenzel und Anne Freyer. Begeistert gefeiert von den zahlreichen Zuschauern konnten alle angetretenen Boarder ihre besten Tricks zeigen. Bei bestem Wetter und an einer außergewöhnlichen Location war es eine überzeugende Präsentation unserer Sportart. […]

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